Spektrum Hämostaseologie
Zum Spektrum der in unserer Angiologischen Ambulanz betreuten hämostaseologischen Krankheitsbilder gehören die venösen Thromboembolien, die thrombophilen Diathesen sowie die heparin-induzierte Thrombozytopenie. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Betreuung von Patienten unter Antikoagulanzientherapie und/oder Aggregationshemmern.
Das hämostaseologische Spezialgerinnungslabor wird in Zusammenarbeit mit dem Hämophilie-Zentrum betrieben, wobei unser Schwerpunkt hauptsächlich folgende Untersuchungsparameter anbietet:
- allgemeine Gerinnungsparameter wie Blutbild, Quick, INR, PTT, Thrombinzeit, D-Dimere, Fibrinogen
- Thrombophilie-Diagnostik (Genanalytik auf Faktor-V-Leiden-Mutation (APC-Resistenz), Prothrombin-G21020A-Mutation, Faktor-VIII-Erhöhung, Mangel an Protein C, Protein S oder Antithrombin, Antiphospholipid-Antikörper, Homocystein, JAK-2-Mutation)
- Spiegelbestimmungen von anti-Xa, Fondaparinux, Hirudin, Argatroban
- Thrombozytenfunktionstests zum Monitoring einer ASS- und/oder Clopidogrel-Therapie
- Flowzytometrische Messung der VASP-Phosphorylierung zum Nachweis einer Clopidogrel-Non-Response
- HIT-Antikörperdiagnostik (Heparin-Plättchenfaktor-4-ELISA, HIPA-Test)
Bei der Betreuung von Patienten mit akuten und abgelaufenen venösen Thrombosen oder Lungenembolien geht es uns schwerpunktmäßig um die Beurteilung des Rezidivrisikos und damit Beratung der Patienten bezüglich sekundärpräventiver Maßnahmen (Dauer und Art der Antikoagulanzien, Kompressionsbehandlung). In diesem Zusammenhang werden auch die Ergebnisse eines bei uns routinemäßig durchgeführten Thrombophilie-Screenings mit bewertet. Gemeinsam mit den gynäkologischen Kollegen betreuen wir zudem viele Frauen mit Thrombophilie und/oder stattgehabter Thrombose während der Schwangerschaft.
